// Social Recruiting
Neue Arbeitskräfte über Facebook finden
Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt derzeit immer mehr Unternehmen: qualifizierte Bewerbungen fehlen, talentierte Fachkräfte sind rar – die Nachfrage nach ihnen jedoch umso größer. Dies ist für viele Firmen zu einem echten Problem geworden. Zeit für die Personalabteilungen, bei der Mitarbeiterakquise neue Wege zu gehen. Das Schlagwort hierbei heißt Social Recruiting. Die verstärkte Nutzung von sozialen Netzwerken bringt bei der Personalbeschaffung viele Chancen mit sich.
Die Fakten sprechen für sich:
21 Millionen deutsche Facebook-Nutzer.
Über die Hälfte zwischen 18-34 Jahren alt.
Die hohe Anzahl an Studenten, Absolventen und jungen Fach- und Führungskräften auf Facebook stellt ein großes Potenzial dar. Recruiting sollte somit dort geschehen, wo sich die potentiellen Arbeitnehmer aufhalten: auf Social Networks.
Die Facebook-Seite des Unternehmens dient als Türöffner. Interessierte können sich über das Unternehmen, seine Struktur sowie Produkte und Dienstleistungen informieren. Ergänzend dazu ist es bei der Personalbeschaffung wichtig, Informationen über Karrieremöglichkeiten, offene Stellen und dem Bewerbungsverfahren bereitzustellen. Von Vorteil sind auch ein „Bewerben“-Button und ein direkter Link zur Karriereseite der Unternehmenswebsite. Ein weiterer Schritt, der sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit erregt, ist eine eigene Karriereseite auf Facebook, die speziell dem Zweck des Recruitings dient. Internetuser werden hier noch deutlicher auf die Karrierechancen des Unternehmens hingewiesen.
Anders als bei herkömmlichen Stellenanzeigen bieten sich in sozialen Netzwerken hervorragende Möglichkeiten, die Facebook-Karriereseite mit interessanten Content zu füllen: Videos, Bilder oder Steckbriefe von Mitarbeitern, die über ihre Aufgaben und den Arbeitsalltag berichten, Tipps vom Personalchef für künftige Bewerber oder ein Imagevideo des Unternehmens. Ein Blick hinter die Kulissen – Arbeitsklima und Philosophie werden auf anschauliche Weise verdeutlicht. Mit den richtigen Ideen und etwas Kreativität kann hierdurch eine Menge erreicht werden. Das Unternehmen präsentiert sich als attraktiver und interessanter Arbeitgeber was eine Menge Bewerber anlockt. Dies ist außerdem ein wichtiges Instrument beim sogenannten Employer Branding. Eine einfache Rechnung, die aufgeht: besseres Image – mehr Bewerbungen.
Potenzielle Bewerber direkt ansprechen
Aber auch umgekehrt funktioniert das Recruiting. Gerade auf Businessnetzwerken wie Xing oder LinkedIn erfolgt auch verstärkt die Ansprache der Nutzer durch das Unternehmen. Eine direkte und persönliche Mitteilung an den potenziellen Angestellten zeigt echtes Interesse des Unternehmens. Personaler suchen gezielt nach passenden Profilen. Denn nicht zuletzt ist es für eine mögliche Anstellung entscheidend, ob die persönlichen Arbeitseinstellungen wie Zielstrebigkeit oder Offenheit mit den gewünschten Werten des Unternehmens übereinstimmen. Anhand der Profilangaben kann schon vorab eine erste Einschätzung getroffen werden, ob die Person als möglicher Mitarbeiter in Frage kommt. Firmen sollten sich bewusst werden, dass Schnelligkeit und ein persönlicher Kontakt bei der Personal-Akquise zum Trumpf werden können.
Trend zu Social Recruiting
In Zukunft werden Firmen wohl verstärkt auf Social Recruiting setzen, klassische Zeitungsanzeigen dagegen verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Netzwerken war bei der Personal- und Stellensuche schon immer von Vorteil. Social Networks vereinfachen dies nun durch eine schnelle und einfache Verbreitung. Interessante Karriereangebote werden an Freunde und Bekannte weitergeleitet, Stellenanzeigen auf dem Profil gepostet. Dabei dienen vor allem Mitarbeiter des Unternehmens als glaubwürdige Multiplikatoren.
Vier von zehn Befragten haben mehr als 150 Kontakte (“Super Socials”) und von denen wiederum haben 28 Prozent im vergangenen Jahr ihren neuen Job über Social Media gefunden: 56 Prozent via Linkedin, 45 Prozent per Tweets und 85 Prozent über Facebook.
Bildcredit:
FreeDigitalPhotos.net / Basketman (Portfolio)
Quellen:
http://mashable.com/2011/10/09/recruiters-prefer-facebook/
http://pr-blogger.de/2011/12/20/pr-blogger-tv-12-social-recruiting-warum-und-wie/
http://pr-blogger.de/2012/03/21/morgenwelt-152-der-kampf-um-fachkrafte-im-social-web/
http://www.wollmilchsau.de/der-social-recruiting-report-2011/




